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Persönliche Eindrücke
des Fotografen während der Arbeit auf dem Müllkippe


Ein scheinbar schöner Morgen am Müllberg in Maputo. Wie Nebel steigen Rauchschwaden aus zahllosen schwelenden Feuern und die noch tief stehende Sonne umhüllt die Szenerie mit zartem weichem Licht. Grosse weiße Vögel fliegen in Scharen über dem Berg.
Die Feuer entzünden sich von selbst, durch angestaute Hitze sich zersetzender Materie. Oft schwelen sie unter der Oberfläche. Die so entstehenden Hohlräume machen das Gehen auf dem Müllberg gefährlich.

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Vor dem Horizont zeichnen sich die Silhouetten von Menschen ab, welche eingeschlossen vom Rauch ihrer Arbeit nachgehen. Der schöne Morgen scheint selbst hier zur guten Laune beizutragen. Sie durchsuchen systematisch den Müll nach noch verwertbaren Dingen. Die Einen haben sich auf Plastiktüten spezialisiert, welche sie reinigen und wieder verkaufen, andere sammeln Gefäße wie Glasflaschen oder Plastikbecher. Selbst noch trockenes Papier wird verwertet. Einige Leute, die in der Nähe wohnen, züchten Schweine, die sie mit Speiseresten vom Berg füttern.

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Und ich? Ich laufe inmitten dieser Menschen umher – um meine Schultern hängen mehrere große Kameras, in meinen Taschen stecken teure Objektive. Ich suche nach guten Motiven mit Aktion inmitten dieses Elends. Befremdlich, beschämend, Menschen in ihrer Armut zu beobachten, mit Gesten das Einverständnis zum Fotografieren einzuholen, zu Fotografieren und dann wieder zu gehen. Ein Mann in der Ferne zeigt mir den zum Himmel erhobenen Mittelfinger – ich verstehe ihn. Andererseits sehe ich sie lachen. Die Kinder, die mit Ventilatorengittern Vögel fangen und imaginäre Autos steuern. Der Geruch dringt in die Sachen, beißt in die Nase; sie ist schon nach dem ersten Mal tagelang wund gewesen. Ich weiß, dass ich nach zwei Stunden wieder von hier gehe und äußerlich diese Welt abwaschen und durch den Geruch von Seife vergessen machen kann. Vor den Toren der Kippe sah ich wie etwas 10 Männer in der Vormittagshitze an einer schon grünen, glänzenden Rinderhälfte herumschnitten. Sie wirkten zufrieden, war es doch trotzdem Fleisch. Sieh her, riefen sie zu mir, das ist es was wir essen. Und mir fiel nichts ein, was ich erwidern könnte.

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